Tourismus
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Flarzhaus Freddi.

Beinahe ein Jahrhundert lang lebte die 1885 geborene Rosa Freddi in dem Flarzhaus. Das Hausinnere hat sich nicht verändert und erzählt zahlreiche Geschichten über ihr Leben und die Industrialisierung im Tösstal.

Eine bescheidene Tösstalerin

Rosa Freddi, Tochter einer einheimischen Mutter und eines italienischen Wanderarbeiters, wuchs in bescheidenen Verhältnissen in einem alten Flarzhaus aus dem 16. Jahrhundert auf. Später arbeitete sie wie fast alle Einwohner des Tösstals in der Fabrik. Über 50 Jahre lang verdiente sie in der Weberei Juckern bei Saland ihren Lohn. Weil es im reformierten Tösstal keine katholische Kirche gab, wanderte die streng gläubige Rosa Freddi an den Wochenenden in die 15 Kilometer entfernte Kirche nach Wald. 

Sie blieb ihr Leben lang bescheiden, denn fliessendes Wasser hatte sie nie, nicht einmal einen Schüttstein im Haus. Erst mit 88 Jahren tat sie sich etwas Gutes und liess sich Elektrizität einrichten, allerdings nur für die Beleuchtung. Mit der Zeit war auch ihr Lehmofen so brüchig, dass sie sich kaum noch getraute, ihn zu beheizen. Heute ist es der letzte Lehmofen im Kanton Zürich.

Atmosphäre aus der Arbeiterzeit

Seit ihrem Tod 1978 ist das Häuschen unter Denkmalschutz und offen für Besuche. Die kleine Stube, die Küche mit dem Steinplattenherd und die Kammern sind noch immer mit Rosa Freddis Geschirr, Kleider und Hüten eingerichtet. Auch der Geissenstall im Hausinnern und das Toilettenhäuschen vor der Haustüre stehen noch an gleicher Stelle.

Führungen im Wohnmuseum

  • von März bis November
  • 1 Stunde 
  • Gruppen bis 15 Personen: CHF 80.–
  • Grubben bis 25 Personen: CHF 140.–
  • Partner: